Du hast Handstände gesehen, die der Schwerkraft trotzen, und makellose Tänzerposen.
Aber hier ist ein Geheimnis, das die meisten erfahrenen Yogis kennen:
Es ist egal, wie es aussieht.
Es spielt nicht einmal eine Rolle, welche Pose Du übst.
Was zählt, ist, wie es sich anfühlt.
Willkommen in der Welt der Asanas. Der körperliche Aspekt des Yoga. Egal, ob du gerade erst anfängst oder deine Unterrichtspraxis verfeinerst: Die Beherrschung der Grundlagen der Ausrichtung und der Grundhaltungen macht deine Praxis nachhaltig, intelligent und verletzungsfrei.
Was ist Ausrichtung wirklich?
Nein, es gibt keine starren Regeln oder universellen Blickwinkel.
Beim Yoga geht es bei der Ausrichtung darum, den Körper so zu positionieren, dass Atmung, Gleichgewicht und langfristige Funktion unterstützt werden.
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Stabilität vor Dehnbarkeit
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Bewusstsein statt Leistung
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Eine Form, die zu Deinem Körper passt, nicht zum Instagram-Feed von jemand anderem
Yogalehrer Tipps, die wirklich helfen
Hier sind 5 Grundlagen für den Aufbau einer dauerhaften Praxis:
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Wirbelsäule zuerst: Beginne mit einer neutralen Ausrichtung und Unterstützung durch Deinen Rumpf. Eine gesunde Wirbelsäule ist die Energieautobahn des Körpers.
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Gelenkstapelung: Knöchel unter den Knien, Schultern über den Handgelenken – dies reduziert die Belastung und baut effizient Kraft auf.
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Aktiviert heisst nicht immer angespannt: Finde die Muskelaktivierung ohne zu verkrampfen (Deine Muskeln müssen nicht in jeder Pose in Alarmbereitschaft sein).
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Der Atem als Leitfaden: Wenn Du den Atem anhältst, bist Du wahrscheinlich zu weit gegangen. Atem = Feedback.
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Anpassen > Erzwingen: Requisiten, Variationen und kluge Entscheidungen sind keine Abkürzungen – sie bedeuten fortgeschrittenes Bewusstsein.
Grundlegende Posen in jedem Yoga-Stil
Von Hatha bis Vinyasa gibt es Formen, die immer wieder auftauchen. Wenn du diese gut lernst, wird alles andere einfacher:
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Tadasana (Berghaltung): Die Blaupause für die stehende Ausrichtung.
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Adho Mukha Svanasana (herabschauender Hund): Eine Ganzkörperpose, die als Ruheposition getarnt ist.
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Bhujangasana (Kobra): Rumpfstabilität trifft auf Wirbelsäulenbeweglichkeit.
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Virabhadrasana II (Krieger 2): Lehrt geerdete Kraft und Gelenkverfolgung.
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Sukhasana (leichter Sitz): Hier beginnen viele Kurse und es dient als Spiegel für Deine Haltung ausserhalb der Matte.
Jede dieser Posen vermittelt Bewusstsein, Kraft und Struktur, die sich auf den Rest Deiner Übungen übertragen.
Requisiten sind kein Betrug
Klötze, Gurte, Polster: Das sind keine Krücken, sondern Brücken.
Sie helfen Dir dabei, die Ausrichtung zu finden, die zu Deinem aktuellen Körper passt, und nicht zu dem, den Du Deiner Meinung nach haben solltest.
Bonus: Durch die Verwendung von Requisiten wird die Propriozeption gestärkt – Dein inneres Gespür dafür, wo Du Dich im Raum befindest. Das ist echte Yoga-Stärke.
Kurz gesagt
Vergiss makellose Social-Media Posen. Asana ist eine Übung der Selbstwahrnehmung, nicht der Leistung.
Wenn Du von Grund auf neu anfängst – mit Ausrichtung, Absicht und Demut – wird Deine Praxis zu etwas Nachhaltigem, Intelligentem und zutiefst Persönlichem.